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Samstag, 8. November 2008

Deutscher Rap ab in den Club!

Deutscher Rap im Club? Diese Bastion wurde noch nicht gestürzt. Und während HipHop/RnB in den Staaten die Club-Musik ist, findet man hier höchstens inzwischen unerträgliche Dauerbrenner wie Reimemonster, Jein oder Party Safari. Ich fordere ein Disco-Verbot für Fettes Brot, Die Fantastischen Vier und Blumentopf von vor 2004! Ach was, für deutschen Rap von vor 2004. Natürlich gibts da viele Hits, aber wer zu Füchse tatsächlich tanzen kann ist entweder betrunken oder hängengeblieben. Wahrscheinlich beides. Ich gebe zu, auch Ich hab zu solchen Liedern schon gefeiert, zum wirklichen Tanzen aber, sind sie vollkommen untauglich.

Fehlt den Deutschen also tatsächlich der Style? Alle Club-Songs deutscher Rapper klingen nach billigen Ami-Kopien, ohne eigenen Einfluss. Erfolgreich wird deutsche Musik erst, wenn sie sich vom HipHop abwendet wie Jan Delay, Seeed oder jüngst Culcha Candela. Man kann von davon halten was man will, aber es ist tanzbar unnd im weitesten Sinne wohl in die deutsche HipHop-Szene einzuordnen. Olli Banjo meinte kürzlich in einem Interview, dass die Schuld bei den DJ's liegt, die sich einfach trauen müssten deutschen Rap öfter zu spielen. Damit hat er zwar teilweise Recht, aber kennt Ihr einen Olli Banjo-Song der clubtauglich ist?
Oder von anderen Künstlern? Gib dem Affen Zucker von Prinz Pi z.B. bewegt Live einiges, passt aber trotzdem nicht in den Club. KIZ funktioniert nur eingeschränkt, da zu explizit. Denkt man in der Musikgeschichte zurück ist die erfolgreichste Deutsche Musikrichtung neben dem Schlager wohl der gute alte Techno. Eine deutsche Erfindung die die ganze Welt erorbert hat. Elektronische Musik ist der ganz heiße Scheiß zurzeit und das hat auch die HipHop-Szene erkannt. Deutscher Rap mit Elektro-Einflüssen taucht auf einmal an allen Ecken und Enden auf. Das klingt teilweise gut, teilweise schlecht. Und wer hats erfunden? Richtig, Frauenarzt. Der macht das schon seit Jahren, ziemlich erfolgreich mit einer eingeschworenen Fanbase. Hat er also das Potential deutschen Rap in die Clubs zu bringen? Die zwei letzten Singles kommen bei jeder betrunkenen Crowd garantiert gut an. Einfacher Text+Hook zum mitgrölen und eingängige Beats. Hat irgendwie Ballermann-Flavour das ganze.



Vergleicht man das jetzt mit einem typischen amerikanischen Club-Hit, wie z.B. In Da Club zeigen sich gewisse Parallelen. Einfacher Text+Hook, eingängiger Beat. Bloß der Ballermann-Flavour fehlt. Und genau das ist der Unterschied, das ist der deutsche Style. Ich glaube deutscher Rap für den Club wird sich immer so anhören. Die Leute stehn auf sowas, siehe Karneval, Apres-Ski, Bierzelt. Vielleicht muss man diesen Style zelebrieren und weiter entwickeln, sozusagen mit Stolz verfolgen. So wie die Amis ihren Style, die Briten den ihren usw. Jetzt müssen sich nurnoch die DJ's trauen so etwas zu spielen und zu supporten. Wo wir wieder bei Olli Banjo wären. Den würde ich übrigends gerne mal auf einem Frauenarzt-Song/Beat hören, wäre sicherlich interessant. Und vielleicht der nächste Level für den Club. In diesem Sinne, party on...


- heiligeremilius

PS: Checkt den neuen Jay-Z Song im emilophon!

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